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Die Leichtathletik und Ihre Bedeutung in Deutschland PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 07. Mai 2013 um 08:54 Uhr

Die Leichtathletik gewinnt immer mehr an Bedeutungslosigkeit

und die Verantwortlichen in den Verbänden schauen zu!

Bereits in den 90er Jahren forderten führende Köpfe im Deutschen Leichtathletik Verband dringend notwendige Strukturreformen im Verband. Geschehen ist seit dem so gut wie nichts. Der ehemalige Präsident dieses Verbandes Helmut Digel ist seit Jahren ein engagierter Mitstreiter zur Rettung der olympischen Kernsportart Leichtathletik. Gerade erst wurde ein Interview mit Ihm veröffentlicht, wo er wiederum mahnte: „Als besonders kritisch sind das rückläufige Interesse der Jugendlichen an der Leichtathletik, die gefährliche Sportstättenentwicklung, der gravierende Trainermangel und die überbürokratische Verwaltung und Organisation. Für jedes dieser Probleme bedarf es spezifische Lösungswege.“

Ich selbst habe bereits vor 10 Jahren in vielen Gesprächen mit Verbandsfunktionären und Trainern auf die gesellschaftspolitischen Veränderungen in den kommenden Jahren und einer daraus resultierenden dringenden Gegenreaktion aufmerksam machen wollen. „Wir haben nicht nur ein Athletenproblem, denn immer weniger Jugendlich ab dem 18. Lebensjahr sind bereit und in der Lage, den Leistungssport konsequent auszuführen –  wir haben auch ein (Heim-) Trainerproblem, da es engagierte und gut ausgebildete Trainer für den qualitativ hochwertigen Leistungssport immer weniger gibt, die sich ehrenamtlich oder gegen ein sehr geringes Entgelt 4-6x pro Woche für 3-4 Stunden täglich in die Halle oder auf den Sportplatz stellen.“  Hinzu kommt die mangelnde Medienpräsenz auf allen Ebenen. Weniger geht fast nicht, denn Leichtathletik im Fernsehen ist so gut wie ausgestorben, ausgenommen die int. Meisterschaften. Wenn begeistert davon gesprochen wird, dass eine deutsche Hallen- oder Freiluftmeisterschaft ausverkauft ist, dann freut sich der Veranstalter und vielleicht noch der Fan, die Medien berichten deshalb nicht mehr als einen minimalen Zusammenschnitt, der oftmals noch einmal gekürzt wird, da andere Trendsportarten vorgehen. Nicht nur, aber auch deshalb ziehen sich immer mehr Sponsoren von der Leichtathletik zurück, was für den Leistungssport fatal ist. Dass es auch anders geht, zeigt eine am Wochenende 2x wiederkehrende Medienpräsenz zwischen Januar und März im Bereich „Wintersport“. Da zeigt man  Stundenlang Skispringen, Bobfahren, Skeleton, Eisschnellauf usw. und die großen Sponsoren und Werbeträger sind immer dabei, weil ja die öffentlich rechtlichen Medien so großzügig senden. Im Sommer braucht man das ja nicht, da hat man ja Fußball und Formel 1, wo man als lebende Litfaßsäule die Sponsoren begeistert. Seit Jahren wird von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen, dass die Leichtathletik medientauglicher werden muss, stattdessen veranstaltet man „German Meetings, EAA Meetings, Diamond League“, die kaum Beachtung finden. Sich einmal Gedanken über eine z. B. europäische Liga zu machen, wo die acht stärksten Nationen 2x monatlich mit den jeweils drei stärksten Athleten je Disziplin und Nation gegeneinander antreten und in einem Punktesystem man auf und absteigen kann, wäre eventuell einmal angebracht. Das bedeutet aber Team – Arbeit, was einige Sportverbände verstanden haben und entsprechend davon profitieren. In der Leichtathletik, wo man sich 17 Landesfürsten mit Stab leistet (bei immer weniger förderwilligen Athleten) und ein nationaler Verband vorsteht, der lieber die internationalen Qualifikationsnormen soweit herauf schraubt, dass manche Disziplinen überhaupt nicht oder nur mit einer Person besetzt sind, ist eine Reform so gut wie aussichtslos. Anstatt alle Disziplinen mit den drei besten Athletinnen und Athleten (DM-Qualifikation) bei internationalen Meisterschaften zu belegen und somit ein mediales wie auch Fan orientiertes Ereignis zu präsentieren, muss man sich bei den Kommentatoren die negative Berichterstattung anhören „leider ohne deutsche Beteiligung“. Ob das Fans und Medien lieber wollen, erscheint mir mehr als zweifelhaft.

Damals wie jetzt wird konstruktive Kritik zur Kenntnis genommen, grundlegende und richtungsweisende Reaktionen gab es aber so gut wie nie. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, denn Ignoranz, Inkompetenz und Desinteresse hat bei den Verantwortlichen dazu beigetragen, den seit langem dringend erforderlichen Strukturwandel konsequent und ohne Ausnahmen von Ansehen und Personen anzugehen. Der Zeitpunkt hierfür ist längst überschritten, denn man wird spätestens bei Olympia 2020 sehen, wo die deutsche Leichtathletik noch zu finden ist. Schade, denn die einstmalige Olympische Kernsportart verschwindet in die Bedeutungslosigkeit, wenn nicht doch noch ein Wunder geschieht – aber mit wem?

 
DLV fährt ohne 4x400m Staffel zur Hallen-EM PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 25. Februar 2013 um 19:54 Uhr

DLV fährt ohne 4x400m Staffel nach Göteborg zur Hallen EM

Die betroffenen Athleten wie auch deren Heimtrainer sind zum einen irritiert und zum anderen erschüttert über die Absage der 4x400m Staffel der Männer bei den Hallen – Europameisterschaften in Göteborg. Obwohl der Europäische Verband nach den Europameisterschaften 2012 in Helsinki die besten 5 europäischen Staffeln – darunter Deutschland – und das Gastgeberland Schweden eingeladen hatte, in Göteborg als Abschluss dieser Meisterschaften ein 4x400m Staffelrennen zu bestreiten und Deutschland im Dezember 2012 eine verbindliche Zusage an die EAA (European Athletic Association) richtete, beschlossen die Verantwortlichen beim DLV nach den Deutschen Hallen-Meisterschaften, keine Staffel nach Göteborg zu entsenden, da sich keiner der 400m Läufer über eine Einzelnorm qualifiziert hat.  Die in Frage kommenden Athleten hatten sich nach der Entscheidung des zuständigen Bundestrainers im Oktober 2012, dass Deutschland auf Einladung des Europäischen Verbandes bei den Hallen-Europameisterschaften eine Staffel (Einladungswettbewerb) laufen wird, auf dieses Ereignis intensiv vorbereitet. Obwohl die Einzelleistungen der besten vier nationalen Athleten über 400m nicht den Erwartungen der letzten Jahre entsprachen, waren doch alle hoch motiviert und freuten sich bereits auf den internationalen Vergleich. Dass eine Staffel bei internationalen Meisterschaften zu Höchstleistungen in der Lage ist, haben ganz aktuell die Ergebnisse bei den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu (8. Platz) und bei den Europameisterschaften 2012 in Helsinki (Bronzemedaille) eindrucksvoll bewiesen. Allein die Erfahrungen, die man bei internationalen Vergleichen gewinnen kann, hätten eine Berücksichtigung der Deutschen Staffel gerechtfertigt. Diese unverständliche Entscheidung verursacht bei Athleten und Heimtrainern wieder einmal einen hohen Vertrauensverlust gegenüber dem Verband und eine Demotivation jedes einzelnen Athleten für die zum Teil aufopfernde Arbeit für sich selbst und für Deutschland.

Die Sportart Leichtathletik steckt in einer nicht mehr zu verleugnenden Krise. Von den Verantwortlichen im DLV oftmals schön geredet, haben sich die Medien längst verabschiedet. Deutsche Meisterschaften werden oftmals nur als Randnotiz erwähnt und glücklich ist man, wenn im Fernsehen ein zweiminütiger Zusammenschnitt aus 2 Wettkampftagen gezeigt wird. Dies aber auch nur dann, wenn ein bis zwei Weltbestleistungen zu vermelden sind. Für Großsponsoren ist die Leichtathletik ebenfalls nicht mehr interessant, da diese ihr Engagement mit den Fernsehminuten aufrechnen, wo Ihr Firmenlogo auffällig gezeigt wird (siehe Wintersport).

Seit Jahren kommen von der Basis die unterschiedlichsten, aber im Ergebnis die gleichen Warnungen, dass eine Generalstrukturreform dringend notwendig ist, um auf die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu reagieren. Passiert ist nichts, zumindest nichts Erkennbares und hilfreiches. Das Leistungsniveau nimmt seit Jahren kontinuierlich ab und es wird in den kommenden Jahren noch viel schlimmer. Dafür braucht man kein Prophet zu sein, sondern nur in die Schulen gehen, sich einmal einen Sportunterricht ansehen und bei Kreismeisterschaften sich den aktuellen Nachwuchs anschauen. Noch lebt die Leichtathletik in Deutschland von den 80iger und 90iger Jahrgängen, die vor allen Dingen in den technischen Disziplinen die eine oder andere Medaille für Deutschland holen. Noch leistet sich der DLV den Anspruch, die vom Europäischen und Weltverband festgesetzten Qualifikationsnormen zu ignorieren und deutlich höhere Maßstäbe anzusetzen.

Wenn andere Länder grundsätzlich die besten drei Athleten einer jeden Disziplin zu den Titelkämpfen schicken, so verzichtet der DLV lieber auf die Besetzung ungeliebter Disziplinen und unrealistisch hoch angesetzten Normen, die schon in einigen Jahren dazu führen könnten, dass der Verband ohne Sportler zu den internationalen Ereignissen fährt. Wann wacht der Verband endlich auf und führt ein gerechtes und für jeden Sportler nachvollziehbares Qualifikationssystem ein? Die Nominierung für Göteborg zeigt wieder einmal die Ungerechtigkeit und Willkür bei dem Aufgebot. Da werden Sportler mitgenommen, die zwar die Norm hauchdünn geschafft haben, bei den entscheidenden Titelkämpfen jedoch weit unter Wert abschneiden. Andere haben die Norm erst gar nicht erreicht, wenn auch nur mit wenigen Hundertsteln, werden aber dennoch mitgenommen. Eine bereits gesetzte und gemeldete Nationalstaffel bleibt dagegen zu hause. Es wär so einfach, wenn man endlich dazu kommt, dass nur die drei Besten einer Deutschen Meisterschaft nominiert werden. Alle Athleten wissen dann zum einen, wo sie verbindlich dran sind und zum anderen spiegelt dies auch den aktuellen Leistungsstand unmittelbar vor dem internationalen Großereignis dar. Es ist das brutalste aber gerechteste System, was bereits seit langem viele Nationen so praktizieren. Bei uns herrscht das System der Lobbyisten unter den Vereinen mit den besten Kontakten, wovon einige Athleten profitieren, andere und gleichwertige Athleten jedoch ignoriert werden.

Macht so weiter, dann ist die geringe Aufmerksamkeit der Zuschauer, der Medien, aber ganz besonders die Präsenz der wichtigsten Akteure – der (de-) motivierten Sportler – ganz verschwunden.

 
OVB TRAINERWAHL PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 19. Februar 2013 um 19:32 Uhr

Liebe Besucher,

nur noch wenige Tage können Sie unter folgendem Link den Trainer des Jahres wählen und dabei sogar noch Preise gewinnen:

 

http://www.ovb-online.de/sport/regionalsport/sport-sonstiges/ovb-trainer-jahres-2012-gesucht-ovbonline-2752356.html

 

Es wäre schön wenn sich noch möglichst viele finden die kurz das Formular ausfüllen und für Andreas Krämer stimmen!

Vielen Dank!

 
Gold und Silber für Geschwister Krämer PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 21. Januar 2013 um 12:52 Uhr

Die Bayerischen Hallenmeisterschaften am vergangenen Wochenende in der Werner-von-Linde Halle in München waren durchaus erfolgreich für Caroline und Alexander Krämer.

Nach einem durchwachsenen ersten Weitsprung Wettkampf eine Woche zuvor konnte Alexander am Samstag Verbesserungen im Anlauf umsetzten und mit 7,03m die Silbermedaille erspringen. Für die bevorstehenden Wettkämpfe müssen hier noch einige Änderungen im Absprung- und Flugverhalten vorgenommen werden um eine mögliche Qualifikation für die Deutschen Hallenmeisterschaften in den Fokus zu nehmen.

Caroline machte Ihren Wettkampf zu einer wahren Zitterpartie. Lag Sie bis zum letzten Versuch noch um winzige 2 Zentimeter auf dem zweiten Rang, spielte Sie Ihre Erfahrung voll aus und übertrumpfte die bis dato Führende um 10 Zentimeter, was Ihr den Sieg und den Titel der Bayerischen Hallenmeisterin 2013 einbrachte.

Nächste Station: Würtembergische Hallenmeisterschaften in Sindelfingen

© Göstl/rogerimages.de

© Göstl/rogerimages.de

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. Januar 2013 um 12:34 Uhr
 
Spitzensport in D - Wie soll es weitergehen? PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 27. September 2012 um 08:51 Uhr

Ohne eine umfassende Strukturreform im Leistungssport wird es bald keine Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen mehr geben.

Herr Prof. Helmut Digel hat wiederholt einmal das ausgesprochen, was viele Spitzenfunktionäre ungern hören, weil ihnen damit ihr Unvermögen, ihre Tatenlosigkeit und ihre Ignoranz vor Augen geführt werden.

Seit Jahren weiß man über die Probleme des qualifizierten Trainermangels in den Vereinen, des durch den gesellschaftlichen Wandel verursachten dramatischen Rückgangs von leistungsbereiten und gut vorbereitenden jugendlichen Sportlern und zwecks mangelnder Förderung frühzeitig aufhörende Spitzensportler nach Beendigung ihrer Schulausbildung.

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Die kommenden Termine... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 27. September 2012 um 08:55 Uhr

12.-14. Oktober in Erfurt – DLV Lehrgang B-Kader (400m)

15. Dezember Weihnachtsfeier

13. Januar – Südbayerische Meisterschaften in München

19./20. Januar – Bayerische Hallenmeisterschaften in München

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